"Wall Street Journal" : Streiken gegen Murdoch

Die Journalisten des "Wall Street Journal" streiken gegen die geplante Übernahme durch Rupert Murdoch. Sie sehen durch den Verkauf an den Medienmogul die journalistische Unabhängigkeit gefährdet.

Wall Street Journal Foto: AFP
Die Mitarbeiter des "Wall Street Journals" kehren an ihre Schreibtische zurück. Am Morgen streikten sie für ihre journalistische...Foto: AFP

New YorkAus Protest gegen die geplante Übernahme durch Medienmilliardär Rupert Murdoch sind rund 200 Journalisten des Traditionsblattes "Wall Street Journal" nicht zur Arbeit erschienen. "Wir sind überzeugt, dass die verlegerische Freiheit von einem Eigentümer abhängt, der sich der journalistischen Unabhängigkeit verpflichtet fühlt", erklärten die Journalisten laut der Gewerkschaft IAPE. Bei der Zeitung arbeiten rund 700 Journalisten, 600 davon in den USA.

Das "Wall Street Journal" gehört zum Medienkonzern Dow Jones, für den Murdochs News Corp fünf Milliarden Dollar (knapp 3,7 Milliarden Euro) geboten hat. Die Dow-Jones-Eigentümerfamilie Bancroft hatte sich nach anfänglichem Widerstand zu Verhandlungen bereit erklärt. Murdoch soll versichert haben, dass die journalistische Unabhängigkeit des Blattes nach der Übernahme gewahrt bleibt. (mit AFP)

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