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Wirtschaft : Wandel durch Handel

Der altehrwürdige Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft versucht sich neu zu erfinden und wählt heute einen neuen Vorstand

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Berlin - Industrielegende Otto Wolff von Amerongen, der dieses Amt kaum vorstellbare 45 Jahre lang innehatte, musste sich noch beschimpfen lassen, weil er Geschäfte mit den Sowjets anschob. Sein Beiname „heimlicher Osthandelsminister“ war damals nicht nur anerkennend gemeint. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, der Vertretung heimischer Unternehmen in Osteuropa und Zentralasien, sagte nach der Wende 1992 in einem Vortrag: „Der Kapitalismus ist zwar als Sieger aus dem Jahrhundertkonflikt mit dem Kommunismus hervorgegangen. Doch man muss sich fragen, ob er sich ohne Feind und ohne Herausforderung definieren, korrigieren und erneuern kann“.

Mancher ist versucht, Wolffs Frage heute, im Abklingen der globalen Wirtschaftskrise, mit nein zu beantworten. Der Kapitalismus hat sich womöglich nicht genügend korrigiert und reformiert. Ein Indiz dafür ist, dass auch deutsche Unternehmen heute von gewandelten Urkommunisten aus China regelmäßig ausgestochen werden – und zwar vor der eigenen Haustür: in Osteuropa.

Darauf machte am Mittwoch Klaus Mangold aufmerksam, der das Amt im Jahr 2000 von dem damals 82-jährigen Otto Wolff übernahm. Mangold, einst Daimler-Vorstand und Chef von Daimlers Dienstleistungstochter Debis, sagte auf seiner letzten Pressekonferenz in dieser Funktion in Berlin: „Die Chinesen können antizyklisch mit vollen Taschen handeln und auf Einkaufstour gehen. Sie nutzen dabei unsere vorübergehende Schwächephase durch die Wirtschaftskrise aus“. Während deutsche (wie auch andere europäische) Unternehmen im vergangenen Jahr mit sich selbst beschäftigt waren, hätten Chinas Staatsunternehmen sich wirtschaftspolitisch strategisch in wichtigen Ländern eingekauft. Im Krisenjahr 2009 kaufte Russland erstmals mehr Waren und Dienstleistungen aus China ein als aus Deutschland. Aus China stammen inzwischen 13,65 Prozent der gesamten Importe Russlands, Deutschland liegt mit 12,69 Prozent jetzt nur noch auf dem zweiten Platz.

Der Ost-Ausschuss, der heute 22 feste Mitarbeiter in Berlin beschäftigt, beschäftigt sich aber natürlich nicht nur mit Chinas neuer Dominanz, im Blick stehen vor allem Deutschlands wichtigsten östlicher Handelspartner Polen, Russland natürlich und in dem Kontext auch die Streitigkeiten mit der Ukraine. Auch mit Griechenlands Finanzproblemen, die auf die Nachbarn auf dem Balkan und die neuen EU-Mitglieder Bulgarien und Rumänien ausstrahlen, haben sich die die Experten zuletzt intensiv beschäftigen müssen. Alles in allem hat sich in den zehn Jahren seit Mangolds Amtsantritt Deutschlands Handelsvolumen mit den östlichen Nachbarn verzehnfacht (siehe Kasten).

Am heutigen Donnerstag gibt es einen harten Schnitt in der Geschichte der Institution: Wie Vorstand und Präsidium bereits im März beschlossen haben, wird der 67-jährige Mangold sein Amt als Vorsitzender an den 59-jährigen Eckhard Cordes abgeben, den Vorstandschef des Handelskonzerns Metro. Die Übergabe wird am Mittag im Rahmen eines Empfanges im Hotel Adlon stattfinden. Kanzlerin Angela Merkel hält die Festrede.

Cordes erste Ansprache wird dann den optimistisch klingenden Titel „Osteuropa nach der Krise – neue Chancen für die deutsche Wirtschaft“ tragen. Cordes, der einst mit Mangold im Vorstand der Daimler-Chrysler AG saß, expandiert seit der Übernahme des Chefpostens bei der Metro 2007 mit seinen Metro-Marken Media-Markt und Saturn gen Osten. Im Vorstand des Ost-Ausschusses begrüßt man es ausdrücklich, dass ein Vorsitzender auch selbst geschäftliche Interessen in der Region hat.

Gemeinsam mit Mangold scheiden auch der stellvertretende Vorsitzende Burckhard Bergmann (67, einst Eon Ruhrgas) und Tessen von Heydebreck (65, Deutsche Bank) aus dem Vorstand aus. Einziehen werden neben Cordes Johannes Teyssen (Eon-Chef), Jürgen Fitschen (Deutsche-Bank-Vorstand), Hans-Ulrich Engel (BASF-Vorstand) und Cathrina Claas-Mühlhäuser (Claas KGaA).

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