Warenhäuser : Tiefe Einschnitte bei Hertie

Die insolvente Warenhauskette Hertie plant tiefe Einschnitte in ihrem Filialnetz. Sie will 19 ihrer 73 deutschen Filialen schließen.

Essen Betroffen von Schließungen sind 650 der derzeit noch rund 3400 Mitarbeiter des Unternehmens Hertie.  Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus gut informierten Kreisen. Schwerpunkt der Schließungen ist Nordrhein-Westfalen. Dort sollen allein zwölf Warenhäuser geschlossen werden. Die Schließungen sollen voraussichtlich bis Ende März abgewickelt werden. In der Essener Zentrale des Warenhausunternehmens werden nach den Informationen 30 von 125 Arbeitsplätzen gestrichen.

Das Unternehmen hat die Beschäftigten für den Dienstagabend an allen 73 Standorten sowie in der Essener Zentrale zu Betriebsversammlungen eingeladen. Zu den Inhalten wollte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage keine Stellung nehmen.

In Nordrhein-Westfalen sollen die Standorte, Bocholt, Duisburg-Walsum, Erkrath, Eschweiler, Essen-Altenessen, Essen-Borbeck, Herdecke, Herne, Köln-Chorweiler, Lünen, Marl und Mettmann geschlossen werden. In Niedersachsen stehen die Häuser in Hameln und Delmenhorst auf der Liste, in Schleswig-Holstein die Standorte in Niebüll und Mölln, in Bayern Aschaffenburg, in Hessen Kassel sowie das Hertie-Warenhaus in Hamburg-Langenhorn. (ae/dpa)

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