Wirtschaft : Warentest im Internet

Berliner Stiftung erweitert Online-Angebot

Berlin - Die Stiftung Warentest reagiert auf sinkende Abonnentenzahlen bei ihren Print-Zeitschriften „test“ und „Finanztest“ und wird ihr Internet-Angebot deutlich ausweiten. Ab Anfang Juli könnten Verbraucher für fünf Euro Testergebnisse und tagesaktuelle Preise von über 300 Digitalkameras online abrufen, kündigte Warentest-Vorstand Werner Brinkmann am Mittwoch bei der Jahresbilanz in Berlin an. Neue Kameras würden dann laufend getestet und die Ergebnisse ebenfalls ins Netz gestellt. „So bald wie möglich“ sollen auch die Testergebnisse von Fernsehern und Handys angeboten werden, sagte Brinkmann. Bereits ab Juni sollen Bewertungen von 5000 Investmentfonds im Internet abrufbar sein.

Im vergangenen Jahr registrierte die Stiftung bereits 22 Millionen Besucher auf den Internetseiten – drei Millionen mehr als im Vorjahr. Auf das größte Interesse unter den gut 100 durchgeführten Warentests stießen Digitalkameras, gefolgt von Staubsaugern, Fernsehern und Matratzen.

Die Nachfrage nach den Print-Ausgaben ließ dagegen insgesamt nach. So sank die Zahl der „test“-Abos um 15 000 auf 458 000, der Einzelverkauf ging um 16 000 Exemplare auf 102 000 zurück. „Finanztest“ zählte Ende des Jahres noch 209 000 Abonnenten (minus 3000), verkaufte an den Kiosken mit 67 000 Heften aber 4000 Exemplare mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich war Brinkmann mit der finanziellen Entwicklung dennoch zufrieden. Das Jahresergebnis lag mit 2,5 Millionen Euro nur leicht unter Vorjahresniveau. Der Bund werde seinen Zuschuss 2007 um eine halbe Million Euro auf sechs Millionen Euro kürzen. Das sei aber „vermutlich zu verkraften“, sagte Stiftungschef Brinkmann. pet

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