Wirtschaft : Warnstreik

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Während der Laufzeit eines Tarifvertrages unterliegen die Arbeitnehmer einer so genannten Friedenspflicht. Darunter versteht man die Pflicht, während dieser Zeit keine Streiks oder Arbeitskämpfe durchzuführen. Nach Ablauf der Friedenspflicht versuchen die Gewerkschaften, ihre Bereitschaft zu Arbeitskämpfen durch Warnstreiks (siehe Bericht auf Seite 17) zu demonstrieren. Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht gescheitert sein. Warnstreiks dienen auch dazu, Druck auf die Verhandlungspartner auszuüben, sie finden also verhandlungsbegleitend statt. Es gibt keine gesetzlich fixierten Regelungen, wie lange ein Warnstreik dauern darf. Die Gewerkschaften rufen als Tarifvertragsparteien zu den Warnstreiks auf. In ihrem Ermessen liegt es auch, wie lange der Streik dauert und wo er genau stattfinden soll. Im Gegensatz zum regulären Streik gibt es beim Warnstreik keine Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder. hin

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