Wirtschaft : Warnung vor Sackgasse im Mietwohnungsbau

Eigentümer lehnen Steuerreform ab

BONN (wei).Einen Stufenplan für den Abbau von Steuervergünstigungen hat der Präsident des Zentralverbandes der Grundeigentümer, Adolf Jahn, verlangt.Der Mietwohnungsbau werde "in einer Sackgasse enden", wenn die Steuerreform in ihrer jetzigen Form Gesetz werde, sagte Jahn am Montag in Bonn.Der Zentralverband kritisiert sowohl die Kürzung der Abschreibungen als auch die Verlängerung der Spekulationsfrist für Immobilien.Letzteres bedeute eine Benachteiligung von Grundvermögen gegenüber Kapitalvermögen.Nach den Worten Jahns wirkt sich die Anhebung der Grunderwerbs- und der Erbschaftssteuer Anfang des Jahres bereits negativ auf den Wohnungsbau aus.Der Präsident von Haus & Grund stellte einen Zusammenhang zwischen dem Abbau von Subventionen und Auflagen her."Wer Steuervergünstigungen für Immobilien streichen will, muß auch für eine Mietrechtsreform mit mehr marktwirtschaftlichen Elementen eintreten." Als unverzichtbare Bestandteile einer Mietrechtsreform nannte er: Vertragsfreiheit für Neubauten, mehr Möglichkeiten, Zeitmietverträge abzuschließen, Erleichterungen bei der Umwandlung in Eigentumswohnungen, kürzere Kündigungsfristen und mehr Rechte der Vermieter bei Modernisierungsmaßnahmen.Außerdem soll Mietwucher erst bei einer Überschreitung der ortsüblichen Miete um 25 statt 20 Prozent strafrechtlich geahndet werden.

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