Wirtschaft : Warren Buffet: Der legendäre Investor gilt seinen Anhängern als Orakel von Omaha

Warren Buffett, der legendäre amerikanische Investor, wird am heutigen Mittwoch 70. Das "Orakel von Omaha", wie er manches Mal genannt wird, ist einer der erfolgreichsten "Geldmacher" der USA. Wer 1965 in seine Firma Berkshire Hathaway 10 000 Dollar investierte, der hat heute ein Vermögen von 39 Millionen Dollar (83 Millionen Mark). Buffett hatte damals die kleine Textilfirma gekauft und in eine Holding für seine Finanz-Investitionen umgewandelt. Inzwischen hat Buffett nach den Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" ein Vermögen von 28 Milliarden Dollar angehäuft. Er ist damit nach dem Microsoft-Gründer Bill Gates und nach Larry Ellison, dem Chef der zweitgrößten US-Softwarefirma Oracle, drittreichster Amerikaner. Der Mann mit den ewig zerzausten Haaren lebt immer noch im selben einfachen Einfamilienhaus in Omaha im US-Staat Nebraska weit ab vom Wall-Street-Geschehen. Er hatte sein Domizil vor vier Jahrzehnten für 31 500 Dollar erworben.

Buffett hat sein Geld und das der Berkshire Hathaway-Aktionäre nicht zuletzt mit Aktienpaketen von Coca-Cola und Gilette gemacht, die er billig kaufte und seither gehalten hat. Berkshire Hathaway kontrolliert inzwischen zudem Firmen wie die Versicherungskonzerne Geico und General Re und die Time-Sharing Fluggesellschaft Executive Jet.

Die Hauptversammlungen von Berkshire Hathaway ähneln "Woodstock-Festivals" für Investoren. Sie pilgern jährlich zu Zehntausenden nach Omaha, um aus nächster Nähe den Investor bewundern zu können. Buffet hält 38 Prozent der Berkshire Hathaway-Aktien. Er ist zwar mit Bill Gates befreundet, hat aber nie eine Technologieaktie gekauft.

In den vergangenen zwei Jahren hinkte Buffet mit seinen Investmentergebnissen weit hinter aggressiveren Investoren hinterher. Inzwischen haben sich aber die Berkshire-Hathaway-Papiere auch dank des Anstiegs der Coca-Cola-Aktien im Portefeuille wieder gut entwickelt und notieren mit 59 600 Dollar pro Stück.

Buffett isst gern Hamburger und trinkt liebend gern Coca-Cola. Er arbeitete nach seinem Studium an der New Yorker Columbia-Universität an der Wall Street für seinen Mentor, den bei allen Investments immer auf Wert bedachten Anleger Benjamin Graham.

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