Wirtschaft : Warren Buffett kauft 120 Flugzeuge Bombardier liefert Jets für fünf Milliarden Euro

Montreal - Die Schönen und Reichen fliegen wieder im Privatjet: Nachdem es mit der Wirtschaft aufwärts geht, hat der zum Imperium von Warren Buffett gehörende Flugzeugvermieter NetJets 120 Maschinen beim kanadischen Hersteller Bombardier geordert. Laut Listenpreis hat das Geschäft einen Wert von 6,7 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro).

50 dieser Geschäftsflugzeuge seien fest bestellt, teilte Bombardier in der Nacht zum Mittwoch in Montreal mit. Für die restlichen 70  Maschinen hat NetJets Optionen. Die Firma betreibt eine Flotte von mehr als 800 Geschäftsflugzeugen, vor allem Cessna und Gulfstream mit bis zu 14 Sitzen. Die ähnlich großen Bombardier-Jets sollen ab Ende 2012 geliefert werden. Bombardier ist auch in Berlin stark: Hier sitzt die Europazentrale des Konzerns sowie die weltweite Zentrale der Schienenverkehrstochter.

Buffett hatte erst am Wochenende im Aktionärsbrief seiner Holding Berkshire Hathaway angekündigt, große Investitionen tätigen zu wollen. Er setzt auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung der USA, dem weltgrößten Markt für Geschäftsflugzeuge. NetJets ist der Marktführer. Buffett hatte das Unternehmen 1998 gekauft. Nach verlustreichen Jahren schrieb die Tochter zuletzt Gewinne.

Buffets Holding Berkshire Hathaway ist vor allem im Beteiligungs- und Versicherungsgeschäft aktiv und erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 13 Milliarden Dollar (neun Milliarden Euro). Buffett hatte im vergangenen Jahr einen seiner größten Treffer gelandet, als er für 26 Milliarden Dollar die Frachteisenbahn Burlington Northern Santa Fe kaufte. Mit dem Anziehen der Konjunktur hat das Geschäft sich bereits gerechnet, weil mit der wirtschaftlichen Erholung auch das Frachtaufkommen steigt. dpa/Tsp

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