Wirtschaft : Was aus Kirch-Media wird

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Mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch des KirchImperiums soll die insolvente Kirch-Media nach Informationen des Handelsblattes aufgelöst werden. Das habe der Gläubigerausschuss entschieden, nachdem der Interessent Saban kurzfristig abgesagt hatte. Die Mehrheitsbeteiligung am TV-Konzern Pro Sieben Sat 1, wohl wertvollster Besitz der Kirch Media, soll in eine Zwischenholding überführt werden. Die ebenfalls Kirch-Media gehörende Filmbibliothek dürfte dann Paket für Paket verkauft werden. Weitere Anfragen von Investoren hätten „derzeit keinen Sinn“, sagte Kirch-Media-Insolvenzverwalter Michael Jaffé dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Der Gläubigerausschuss hat uns am Donnerstag ausdrücklich beauftragt, den Verkaufsprozess vorerst nicht fortzuführen.“ Der Neueinkauf von Rechten werde künftig komplett bei der Senderfamilie liegen. „De facto ist die Kirch-Media tot, denn sie kann jetzt keine Neugeschäfte mehr machen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Guido Buchholz der „Financial Times Deutschland“. Derzeit werde über Abfindungen verhandelt. Für die knapp 200 Mitarbeiter, die noch direkt bei der Kirch-Media angestellt sind, bedeutet das vermutlich die baldige Entlassung. Sie sollen am Montag über die Pläne informiert werden. Tsp/dpa

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