Wirtschaft : Was Computerprogramme taugen

Kurt Sagatz

Sie heißen „QuickSteuer“, „Steuer-Spar- Erklärung“ oder „Taxman“. Die Computerprogramme für die Steuererklärung haben sich – zumindest bei unkomplizierten Fällen – als Alternative zum Steuerberater-Besuch etabliert, da sind sich Computermagazine wie „c’t“, „Computer Bild“ und die Stiftung Warentest einig.

Die meisten Programme arbeiten nach dem Dialog-Prinzip: Die Software fragt die relevanten Informationen ab, gibt Tipps und erstellt die Steuerveranlagung. Der Zeitaufwand dafür variiert, zwei Stunden müssen allerdings selbst Nutzer investieren, die schon in den Vorjahren mit solchen Programmen gearbeitet haben.

Die langjährige Erfahrung der Programmhersteller sowie der Umstand, dass für das Steuerjahr 2003 keine allzu großen Veränderungen anstanden, führten in den Tests zu erstaunlichen Übereinstimmungen. Mit wenigen Ausnahmen erhielten alle Programme gute bis sehr gute Noten, nur die „Capital Einkommen-Steuer 2004“ von Sybex sowie der „Steuerfuchs“ von Hartwerk wurden von der Stiftung Warentest (Finanztest 2/2004) mit „mangelhaft“ bewertet. Auch der „Steuerlotse 2003/2004“ von Home Data gehört mit der Note 4,2 nicht zu den Empfehlungen der Tester.

Am besten abgeschnitten hat das Programm „Steuer-Spar-Erklärung“ der Akademischen Arbeitsgemeinschaft (Finanztest-Note: 1,4; Preis: 34,80 Euro). Es rechnete als einziges Programm fehlerfrei. Die Programme „Wiso Sparbuch 2004“, „Quicksteuer 2004“, „tax 2004 Standard Version“ und „Taxman 2004“ liegen mit Noten von 2,4 bis 2,5 dicht beieinander. Vergleichbar fiel auch das Ergebnis der „Computer Bild“ aus: Hier rangiert die „Steuer-Spar-Erklärung“ auf dem zweiten Platz hinter „Wiso Sparbuch 2004“. Die Fachzeitschrift „c’t“, die keine Rangfolge erstellt, vergab für das Programm der Akademischen Arbeitsgemeinschaft die meisten Plus-Punkte. Den Testsieger gibt es übrigens auch unter dem Namen „StarMoney Steuererklärung 2004“ für 30 Euro, also fünf Euro billiger.

Der wichtigste Ratschlag der Warentester aber lautet: Wer bereits im Vorjahr seine Steuererklärung mit einem der positiv bewerteten Programme vorbereitet hat, sollte tunlichst den Nachfolger dieses Programms erwerben. Allerdings kann man auch dabei sparen, indem man die Programme entweder über das Internet (Amazon und Co.) oder als abgespeckte Version bei Discountern wie Aldi und Lidl kauft. Aber auch bei Vollversionen lässt sich sparen: Für Abos gibt es Rabatte von bis zu zehn Euro.

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