Wirtschaft : Was geplant ist

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Der Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle ist nach jahrelanger Fehlplanung tief in die roten Zahlen gerutscht. Am 1. Juni 2004 übernahm der bisherige Versandhandelschef Christoph Achenbach den Chefposten von seinem glücklosen Vorgänger Wolfgang Urban, im September legte er ein umfassendes Sanierungsprogramm vor.

DER SANIERUNGSPLAN

Um den Konzern zu retten, verordnete das Management eine Radikalkur: 77 der 181 Warenhäuser sollen ausgegliedert und später verkauft werden. Durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro, eine Wandelanleihe (1,75 Milliarden Euro) und einen dreijährigen Kredit hatte der Konzern das Überleben gesichert. Außerdem will sich Karstadt-Quelle von Töchtern und Beteiligungen im Wert von 1,1 Milliarden Euro trennen, darunter Sinn-Leffers und Runners Point.

DIE BESCHÄFTIGTEN

Bis 2007 werden rund 4200 Vollzeit-Arbeitsplätze bei der Konzerntochter Karstadt Warenhaus AG abgebaut. Das sieht der zwischen Management und Gesamtbetriebsrat ausgehandelte Sozialplan vor. Zusätzlich sollen im Versandgeschäft rund 1500 Stellen wegfallen. Insgesamt will der Konzern dadurch 760 Millionen Euro einsparen. pet

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