Wirtschaft : Was in der Flasche drinsteckt

Kleines ABC der Inhaltsstoffe

AROMEN: Die meisten Limonaden gewinnen ihren Geschmack aus Aromastoffen aus dem Labor. Wenn ein Hersteller mit „natürlichen Aromen“ wirbt, heißt das nur, dass die Aromen aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden – aus Bakterien zum Beispiel, oder aus Hefen. Nur die Angaben „natürliches Erdbeeraroma“ oder „Ingwerextrakt“ garantieren, dass das Aroma wirklich aus einer Frucht oder Pflanze stammt.

BIO: Limos, die das sechseckige Biosiegel tragen dürfen weder Süßstoffe noch Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten. Zucker, Malz und Saftkonzentrate müssen zu 95 Prozent aus biologischem Anbau stammen. Allerdings bestehen Limonaden zum größten Teil aus Wasser. Und das gibt es nicht in Bioqualität.

FARBSTOFFE: Lebensmittelfarbstoffe müssen auf dem Etikett angegeben werden. Die Limonade Almdudler, die mit „natürlichen Alpenkräutern“ wirbt, enthält den braunfärbenden Stoff Ammonsulfit-Kulör (E150 d), genau wie Fritz-Kola. In der EU zugelassene Farbstoffe gelten in der Regel als gesundheitlich unbedenklich. Bestimmte Azofarbstoffe, die knallbunt färben, stehen allerdings im Verdacht, Allergien oder Hyperaktivität bei Kindern auszulösen. Ab dem 20. Juli 2010 müssen Lebensmittel mit diesen Stoffen einen Warnhinweis tragen.

KOFFEIN: Cola enthält Koffein, Fritz-Kola sogar besonders viel: 25 Milligramm pro 100 Milliliter, in Coca-Cola sind es zehn. Eine Tasse Kaffee enthält 100 Milligramm. Koffein verträgt aber nicht jeder: „Kinder, Jugendliche und sensible Erwachsene können auf hohe Dosen mit Unruhe, Schwindel, Herz- und Pulsrasen, Erbrechen sowie Schlafstörungen reagieren“, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

ZUCKER: Die neuen Trend-Limos werben damit, weniger süß zu sein. Das Etikett verrät meist nichts über den Zuckeranteil. Ein Anhaltspunkt kann die Kalorienmenge sein. Bei der Bionade Ingwer-Orange sind es 19 Kilokalorien pro 100 Milliliter, so viel wie bei Apfelschorle. Eine Fritz-Kola enthält mit 42 Kilokalorien mehr als doppelt so viel. Zucker macht bekanntlich dick, zu viel davon kann Diabetes hervorrufen.

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