Wirtschaft : Was ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktienbasis?

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Eine Kommanditgesellschaft (KGaA) auf Aktienbasis ist eine eher selten gewählte Unternehmensform. Eine Kommanditgesellschaft (KG) besteht aus Kommanditisten und Komplementären - ein Modell, das man grob mit dem Verhältnis zwischen Vorstand und Aktieninhaber vergleichen kann. Die Kommanditisten bringen Sach- und Geldeinlagen in das Unternehmen ein und haften in der Höhe ihrer Einlagen. Der Komplementär hingegen haftet in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer voll. Weil Borussia Dortmund möglichst viele unterschiedliche Kommanditisten ins Boot holen will, hat sich der Verein für die KGaA entschieden und ist damit dem Modell einer "richtigen" Aktiengesellschaft (AG) schon sehr nahe. Denn so bilden die Kommanditisten eine Hauptversammlung, die Komplementäre den Vorstand. Der Aufsichtsrat wird paritätisch besetzt. Diese Lösung hat für Dortmund einige Vorteile. Denn im Gegensatz zur Aktiengesellschaft gibt es bei der KGaA eine eingeschränkte Publizitätspflicht. Zudem kann der Verein als Komplementär auch Kommanditist sein, also seine eigenen Aktien aufkaufen. Für die Kommanditisten, also die künftigen Borussen-Aktionäre, ist das Engagement besonders reizvoll, weil der Komplementär, also Borussia Dortmund, voll für das Kapital haftet. In Deutschland sind die bekanntesten Kommanditgesellschaften auf Aktien der Waschmittelkonzern Henkel sowie das Bankhaus Trinkaus & Burkhardt.

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