Wirtschaft : Was sich im April ändert

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Schlechte Nachrichten für Rentner: Ab April bleibt von der Rente weniger übrig. Das hat verschiedene Gründe:

Pflegeversicherung: Ab dem 1. April müssen Rentner die Beiträge an die Pflegeversicherung komplett selbst zahlen. Bislang haben sich Senioren und Rentenversicherer die Abgaben hälftig geteilt. Konsequenz: Bei einer Bruttorente von 1000 Euro müssen Rentner jetzt im Monat 17 Euro statt bisher 8,50 Euro zahlen.

Krankenversicherung: Wenn die Krankenkassen ihre Beiträge erhöhen oder senken, wurde das bislang nur ein Mal im Jahr – zum 1. Juli – berücksichtigt. Auch das ändert sich jetzt: Ab April werden Änderungen bei den Kassenbeiträgen bereits mit einer Frist von drei Monaten an die Rentner weitergegeben. Das heißt: Haben die Kassen am 1. Januar ihre Beiträge verändert, wirkt sich das zum 1. April aus. Für eine Million Rentner führt diese Regelung zu weiteren Kürzungen, weil ihre Kassen die Beiträge erhöht haben. Rund fünf Millionen Senioren profitieren dagegen von Beitragssenkungen. Beispiel: Senkt die Kasse den Beitrag um 0,5 Prozentpunkte, müssen Senioren mit einer Bruttorente von 1000 Euro ab April 2,50 Euro im Monat weniger zahlen.

Spätere Rentenzahlung: Die Rente gibt es jetzt einen Tag später. Bislang haben die Rentenversicherer die Bezüge am vorletzten Bankarbeitstag überwiesen, jetzt zahlen sie erst am letzten Bankarbeitstag. Die Rente für April kommt daher nicht am 30. März, sondern erst am 31. März. Tipp: Kontrollieren Sie Ihre Daueraufträge oder Lastschriften und stellen Sie diese notfalls auf die neue Regelung um!

Verzögerung für Neurentner: Senioren, die erstmals im April Rente bekommen, erhalten diese nicht mehr im Voraus, sondern am Monatsende. Die Verschiebung betrifft jeden, der neu in Rente geht. Altrentner sind nicht berührt.hej

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