Wirtschaft : Was sie machen, wie sie entstehen, wer die größten sind

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REKORDJAHR

Im vergangenen Jahr gab es so viele Stiftungsgründungen in Deutschland wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. 880 Neuzugänge verzeichnete der Bundesverband Deutscher Stiftungen, insgesamt gab es damit Ende 2005 13 490 . Für 2006 erwartet der Verband einen Zuwachs, der voraussichtlich dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entsprechen wird.

DIE GRÖSSTEN

Auch viele Prominente wie der ehemalige Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann , Rocksänger Peter Maffay oder Sabine Christiansen haben eigene Stiftungen gegründet. Das größte Vermögen hat mit 5,1 Milliarden Euro aber die Robert Bosch Stiftung , die so unterschiedliche Dinge wie die Integration von Migranten, die deutsch-russische Zusammenarbeit und Stipendienprogramme für Nachwuchsführungskräfte fördert. Das größte Jahresbudget hat die Volkswagen Stiftung , die seit 1962 wissenschaftliche Forschungsvorhaben unterstützt, zuletzt mit gut 100 Millionen Euro pro Jahr.

DIE VORAUSSETZUNGEN

Stiftungen sind Einrichtungen, die mit Hilfe eines Vermögens dauerhaft einen vom – Geld gebenden – Stifter festgelegten Zweck verfolgen. Die meisten werden in Form einer privatrechtlichen Stiftung errichtet und dienen einem gemeinnützigen Zweck . Normalerweise werden nur die Erträge aus dem Vermögen verwendet. Die Stiftung muss als gemeinnützig anerkannt werden durch die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem die Stiftung ihren Sitz hat. Eine Mindestkapitalausstattung zur Gründung ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Stiftungen sind deshalb eher klein. pet

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