WAS DIE GRIPPE KOSTET : Ein Dämpfer für die Konjunktur

Die Wirtschaftskrise sorgt dafür, dass die ökonomischen Folgen der Schweinegrippe spürbar abgemildert werden. Die Firmen hätten weniger Aufträge, deshalb falle es nicht so ins Gewicht, wenn Teile der Belegschaft pandemiebedingt fehlten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Allianz und des Rheinisch Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung RWI. Im schlimmsten Fall liefen hierzulande gesamtwirtschaftliche Kosten von 40 Milliarden Euro auf. Das entspreche einer um 1,6 Prozent gedämpften Wirtschaftsleistung. Im günstigsten Fall lasse sich der Rückgang auf 0,2 Prozent begrenzen. Damit liegen die Hochrechnungen um gut die Hälfte unter denen für die Vogelgrippe vor drei Jahren prognostizierten Schäden. Gleichwohl bemängeln die Experten, dass nur jeder zweite Betrieb einen Pandemieplan habe, im Mittelstand sorgten sogar nur ein Zehntel aller Firmen vor. Dabei seien die Kosten für Produktionsausfälle oft weit gewaltiger als der Aufwand für Notfallpläne. tmh

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