Wirtschaft : Wasserbetriebe erhalten Umweltpreis

Für grabenlose Rohrverlegung BERLIN (ADN/dpa).Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) sind Preisträger des Umweltschutzwettbewerbes 1997 / 98 des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in der Kategorie umweltfreundliche Technologie.Ausgezeichnet wurde das patentierte Verfahren zur grabenlosen Auswechslung von Blei- und Kunststoffleitungen, wie die Wasserbetriebe am Dienstag mitteilten.Bei dem Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Zugseils neue Hausanschlußleitungen gelegt werden, müssen Straßen und Gehwege nicht mehr aufgebrochen werden.Die alten Rohre werden einfach mit einem Schneidkopf von innen aufgetrennt und die neuen Rohre in den entstehenden Hohlraum nachgeschoben.Dadurch werden unnötige Verkehrsbeeinträchtigungen, Abgase und Baustellenlärm vermieden.Auch Bäume und Sträucher können erhalten werden.Die Einsparungen bei der Erneuerung von Hausanschlüssen mit dieser Methode betragen bis zu 50 Prozent im Vergleich zur offenen Bauweise, so die BWB.Für das umweltfreundliche Verfahren hatten die Berliner Wasserbetriebe bereits 1997 den Umweltpreis der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz erhalten.Rohre aus Blei werden nach Angaben der BWB heute in der Wasserversorgung nicht mehr verwendet.Man finde sie aber noch auf vielen Grundstücken, die vor 1960 an das zentrale Trinkwassernetz angeschlossen wurden.In Berlin bestünden derzeit noch etwa 35 000 Hausanschlußleitungen aus Blei.Jeder Grundstückseigentümer hat in Berlin die Möglichkeit, seine Bleianschlußleitungen für einen Pauschalpreis von 1000 DM auswechseln zu lassen.

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