Wirtschaft : Wasserbetriebe stellen Strommarke Avida ein

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Die Berliner Wasserbetriebe schließen zum Jahresende überraschend ihr Unternehmen "Avida". Unter der gleichnamigen Marke wollten die Wasserbetriebe an Berliner Kunden Strom und Telekommunikationsdienstleistungen verkaufen. Später sollten auch Gas und Wasser und andere Dienstleistungen den Berliner Haushalten abgeboten werden. Mit großflächiger Werbung haben die Wasserbetriebe seit Monaten ihr neues Produkt in Berlin beworben. Insgesamt verschlang die Marke Einführungskosten von rund zehn Millionen Mark, allein die Werbekampagne kostete 4,5 Millionen Mark. Nun, so teilte das Unternehmen am Donnerstag mit, hätten die Gesellschafter der Wasserbetriebe, die Energieunternehmen RWE und Vivendi, beschlossen, das Geschäft nicht fortzuführen. Der Grund: Nicht einmal 500 Berliner Kunden konnten zu einem Vertragsabschluss bewogen werden - weit weniger als notwendig, um das Unternehmen auf absehbare Zeit profitabel zu machen. Die Marke Avida soll nach Angaben der Wasserbetriebe erhalten bleiben und künftig unter dem Dach des Tochterunternehmens Berlikom Telekommunikationsdienstleistungen anbieten. Für die 40 Mitarbeiter von Avida wollen die Wasserbetriebe neue Arbeitsplätze bei RWE, Vivendi oder anderen Gesellschaften des Konzernverbundes suchen.

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