Wirtschaft : Wasserentsorger wollenmehr Wettbewerb

Private Abwasserentsorger fordern mehr Wettbewerb bei Wasserwirtschaft

Berlin (dpa/bb)- Mehr Wettbewerb in der Wasserwirtschaft kann nach Ansicht privater Abwasserentsorger deutliche Kostenentlastungen für die öffentliche Hand bringen.Die Einsparungen würden sich bei Planung, Bau sowie Finanzierung wasserwirtschaftlicher Projekte ergeben.Sollte die Dominanz der Kommunalwirtschaft überwunden und private Anbieter gleichberechtigt in Planung und Finanzierung einbezogen werden, könnte ein zu erwartender Kostenanstieg um ein Viertel gesenkt werden, sagte Klaus Schwegmann von der Landesbank Berlin nach einer Sitzung des Verbandes der privaten Abwasserentsorger am Mittwoch in Berlin. Wegen des hohen Investitionsbedarf von rund 300 Milliarden DM in den kommenden 15 Jahren und der Umsetzung der EU-Abwasserrichtlinie sei ohne einschneidende strukturelle Veränderungen mit weiteren Kostenbelastungen im Wasser und Abwasserbereich zu rechnen. Derzeit müsse aber davon ausgegangen werden, daß nur einige Bundesländer die gesetzliche Möglichkeit nutzten, Wasserprojekte aus kommunaler Obhut in private Hand zu übergeben.Dies habe eine Umfrage bei den zuständigen Landesbehörden ergeben, sagte Schwegmann.Für einen wirklichen Wettbewerb sei ähnlich wie beim Strom ein Durchleitungsrecht erforderlich. Zu den Gebühren für Abwasser hieß es, sie seien in den vergangenen Jahren horrend gestiegen."Während die Sätze teilweise noch bei 0,50 DM pro Kubikmeter liegen, gibt es bereits vereinzelte Spitzenwerte von mehr als 20 DM pro Kubikmeter, wie z.B.im Land Thüringen.Eine repräsentative Befragung der Abwassertechnischen Vereinigung e.V.für 1996 ergab eine Streubreite bei den jährlichen Entgeltbelastungen pro Einwohner von 20 DM in Bayern bis 465 DM in Schleswig-Holstein", heißt es in einem Papier der Landesbank.

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