Wirtschaft : "Wassermarkt nicht privatisieren"

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Zum "Tag des Wassers" haben Gewerkschaften und Naturschutzverbände Pläne zur Liberalisierung der Wasserversorgung in Deutschland kritisiert. "Wir dürfen die bisher wirksame öffentliche Kontrolle der Wasserwerke nicht mit unkontrollierbaren Marktmechanismen unterwerfen", sagte Matthias Ladstätter von der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) am Dienstag in Berlin. Folge der Liberalisierung wäre eine "deutliche Verschlechterung der Wasserqualität", warnte Ladstätter. Zum weltweiten "Tag des Wasser" am heutigen Mittwoch haben Umweltverbände, ÖTV, Wasser- und Stadtwerke gemeinsam das Netzwerk "Unser Wasser" ins Leben gerufen. Ziel sei es, "einem möglichen Ausverkauf der kommunalen Wasserversorgung entgegenzuwirken".

Hintergrund der Kritik sind die Pläne des Bundeswirtschaftsministerium, die Wettbewerbsfähigkeit der Wasserver- und Entsorgung in einem zunehmend liberalisierten Umfeld zu stärken. Nach Angaben des Ministeriums werde derzeit gutachterlich geprüft, ob der gesetzlich garantierte Gebietsschutz für Wasserversorger abgeschafft werden soll.

Die Kritiker warnten, dass Liberalisierung und Privatisierung einer nachhaltigen Wassernutzung entgegenstünden. Die Privatisierung werde öffentliche Wasserver- und Entsorger mittelfristig durch private Monopole ersetzen. Die Folge wären höhere Gebühren und eine schlechtere Wasserqualität.

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