Wirtschaft : Wegweiser durch den Telefon-Gebührendschungel

KLAUS ANGERMANN

BERLIN .Die harte Konkurrenz auf dem seit Anfang dieses Jahres freien Telefonmarkt beschert dem Kunden immer billigere Tarife.Die Vergünstigungen müssen aber mit einer beträchtlichen Unübersichtlichkeit erkauft werden: Otto Normalverbraucher vermag bei dem Wirrwarr um die verschiedenen Tarife und Gesellschaften kaum noch durchzublicken.Abhilfe versprechen dem Ratsuchenden zahlreiche Webseiten im Internet, die neben Tarifübersichten und Online-Auswertungen sogar kleine Programme als Alternative zu den nicht eben billigen Least Cost Routern anbieten.

Internetseiten mit so bezeichnenden Namen wie www.billiger-telefonieren.de oder www.preiswert-telefonieren.de bieten viel Service rund ums Telefonieren.Außer Erklärungen der wichtigsten Fachbegriffe und ausführlichen Informationen zu den neuen Anbietern sind die kostenfreien Tarifberechner besonders hilfreich.Diese Online-Abfragen funktionieren denkbar einfach.Man gibt nur Zeitpunkt, Dauer und Entfernung eines Beispielgespräches in die Formularfelder ein und erhält dann eine Auskunft über die entstehenden Kosten der jeweiligen Anbieter.So kann man sofort ersehen, wer gerade die günstigsten Konditionen offeriert.

Bei www.teltarif.de etwa kann man auf eine in der Auswahlmöglichkeit nahezu unbegrenzte Datenbank zurückgreifen.Mit ihrer Hilfe läßt sich die günstigste Verbindung zu den entferntesten Ländern herausfinden.Oder man stellt sich ein individuelles Angebot zusammen, das anschließend ausgedruckt immer griffbereit neben dem Telefon liegt.Manche "unechte" Call-by-Call-Dienste benötigen vor der Nutzung eine Anmeldung, die man auch über das Internet durchführen kann.Ein weiterer Service sind bei den meisten Webseiten kostenlose Newsletter, die man abonnieren kann und so die neuesten Infos und Änderungen direkt via E-mail zugeschickt bekommt.

Wer nicht über eine Möglichkeit verfügt, jederzeit über das World Wide Web Telefontarife abzufragen, sollte sich das kostenlose Programm "Telefon-Tarife" von Stefan Hempel auf seinem Rechner installieren.Wie bei Online-Auswertungen werden Tag, Uhrzeit, Entfernung und Gesprächsdauer eingegeben und das Programm zeigt die unterschiedlichen Tarife und Kosten an.Für analoge Modems gibt es sogar unter Verwendung der Windows-Wahlhilfe eine Least-Cost-Router-Funktion, die automatisch den billigsten Anbieter anwählt.

Sollten die Einstellungsmöglichkeiten dieses Programmes aber nicht ausreichen, wird man bei einer kommerziellen Software fündig: "TelcoEx" läßt kaum Wünsche offen.Die Freischaltungskosten der Demo-Version betragen knapp 20 DM, weitere Tarif-Aktualisierungen kosten für 12 Monate 50 DM.Dafür erhält der Nutzer ein in den Einstellungen und im Informationsumfang unschlagbares Programm zur Verwaltung seiner Telefonkosten.Neben ausgiebien Informationen zu Anbietern und den Tarifen kann man auch sein Telefonierverhalten individuell analysieren lassen.Als Auswertung erhält man eine Übersicht der Alternativanbieter und ihrer Kosten.

Egal, ob nun übers Netz eine Abfrage gestartet oder eines der Berechnungsprogramme verwendet wird, man darf eines nicht vergessen: Der Telefonmarkt verändert sich derzeit ständig, weshalb Aktualisierungen immer wieder nötig werden.Durch regelmäßigen Blick ins Internet ist der Preisbewußte oder der Vieltelefonierer dem undurchsichtigen Tarifdschungel bestens gewachsen.

Informelle Seiten

www.billiger-telefonieren.de

www.preiswert-telefonieren.de

www.teltarif.de

www.telefonkosten.com

http://data-inform.de/tele/tarife.htm

Berechnungsprogramme

http://privat.schlund.de/Q/Q-BAISC/index3.htm

www.itbnet.de/shempel/download.htm

www.TelcoEx.de/download.htm

www.billiger-telefonieren.de/download.shtml

www.freeline.de/1998/

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