Wirtschaft : Weihnachtsgeschäft: Spiele: Spiel: Weinberge, Fässer und reichlich Subventionen

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Auch für Unternehmer heißt die Alternative nicht immer nur Sekt oder Selters. "Vino" (Verlag Goldsieber) ist zumindest thematisch eine neue Geschmacksrichtung in der Welt der Wirtschaftsspiele. Sie geht sogar ziemlich ins Detail. Weinberge, Rebsorten, An- und Verkauf, Lagerhaltung - hier ist ein kühler Kopf von Nöten und kein vermeintlich stimulierender Alkoholgenuss. Wer nur auf Pinot Grigio oder andere Monokulturen setzt, riskiert viel, weil die geschätzten Konkurrenten den Preis mitbestimmen. Weil "Vino" in Italien spielt, können die drei bis fünf Wettbewerber während ihres bis zu zweistündigen Ringens auch auf reichlich staatliche Subventionen bauen. Geld ist aber nur Mittel zum Zweck. Am Ende entscheidet die Anzahl der Weinberge. Trotz des süffigen Ambientes ist das 60 Mark teure Spiel eher trocken geraten und grafisch nicht makellos, weil die Anbaugebiete farblich teils nur schwer zu unterscheiden sind.

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