Wirtschaft : Weitere Fusionen in der Stahlindustrie erwartet RWI: Die Thyssen Krupp

ESSEN .Mit weiteren Kooperationen und Fusionen in der Stahlindustrie rechnet das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).Vor allem der Marktführer Thyssen Krupp Stahl AG, Duisburg, werde sich verstärkt in Richtung Übersee orientieren, erläuterte Hans-Karl Starke als einer der Autoren einer aktuellen Prognose des Essener Wirtschaftsforschungsinstituts zur Lage auf dem deutschen Stahlmarkt.Trotz der anhaltend schwierigen Lage auf dem internationalen Stahlmarkt sei nach einer Phase des verstärkten Personalabbaus in der Stahlindustrie nun jedoch "der Bodensatz" erreicht, sagte Starke.

Im Zeitraum seit Ende vergangenen Jahres bis zum Jahresende 2000 sei insgesamt mit rund 8000 Streichungen von derzeit knapp 80 000 Stellen innerhalb der deutschen Stahlunternehmen zu rechnen.

Für dieses Jahr erwartet das RWI einen Rückgang der deutschen Stahlproduktion um 6,2 Prozent auf 41 Mill.Tonnen.Bereits im kommenden Jahr wird jedoch wieder mit einem Zuwachs um 4,3 Prozent auf 43 Mill.Tonnen gerechnet.

Trotz einer wieder anziehenden Produktion der stahlverarbeitenden Branchen werde der Stahlabsatz immer noch durch die von vielen Kunden im vergangenen Jahr kräftig aufgestockten Läger belastet, so das Forschungsinstitut RWI.Insgesamt zeichne sich jedoch kein solcher massiver Einbruch des Stahlverbrauchs ab wie es in der tiefen Krise vor sechs, sieben Jahren vergleichsweise der Fall war.

Durch deutliche Überkapazitäten vor allem in dem von deutschen Unternehmen bevorzugten Markt für Flachstahl stünden die Stahlunternehmen jedoch weiter unter einem hohen Anpassungsdruck.

Bei den oberflächenveredelten und beschichteten Erzeugnissen existierten zugleich Kapazitätsengpässe.Mit technischen Innovationen werde die deutsche Stahlindustrie versuchen, auch künftig auf diesem Markt konkurrenzfähig zu bleiben.

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