Wirtschaft : Weiterer Fehlbetrag - Für zusätzliche Aufgaben müssen 60 Mill. DM freigemacht werden

Die Weltausstellung Expo 2000 muss wegen zusätzlicher Aufgaben sparen. Nach Informationen aus dem Aufsichtsrat vom Montag sollen die Expo-Manager einen Fehlbetrag von rund 60 Mill. DM decken. Nur dann will der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung Ende September den nächsten Wirtschaftsplan für die Weltausstellung genehmigen.

Die Expo-Gesellschaft bestätigte den Sparauftrag des Aufsichtsrates, wollte aber die Summe nicht nennen. Sie liege aber "weit unterhalb" der von der hannoverschen "Neuen Presse" (Montagausgabe) genannten 150 Mill. DM, sagte Expo-Sprecher Michael Sasse. Er betonte, die Expo 2000 habe kein neues Finanzloch, sondern übernehme zusätzliche Aufgaben. Die "Neue Presse" hatte berichtet, der Expo drohe ein neues Millionenloch. Eine von Bund und Land in Auftrag gegebene Studie rechne mit deutlich weniger Einnahmen aus Kartenverkauf, Wirtschaftssponsoring sowie Geld von so genannten Welt- und Produktpartnern.

Grund für die Sparmaßnahmen sind nach Sasses Worten nicht geringere Einnahmen aus Kartenverkauf und Wirtschafts-Sponsoring oder den Welt- und Produktpartnerschaften, sondern Kosten, die ursprünglich nicht von der Expo-Gesellschaft getragen werden sollten. Dazu zählen unter anderem 16 Mill. DM für das so genannte Protokoll bei offiziellen Besuchen von Regierungsmitgliedern, Staatschefs und anderen Repräsentanten aus dem In- und Ausland.

Die Geschäftsführung werde dem Aufsichtsrat am 24. September ausreichend Sparvorschläge vorlegen, hieß es. Der Gesamtetat der vom 1. Juni bis 31. Oktober dauernden Weltausstellung soll unverändert bei 3,8 Mrd. DM liegen. Ebenso wenig stelle sich die Frage weiterer Bürgschaften durch Bund und Land, die im vorigen Jahr von einer Mrd. auf knapp 1,8 Mrd. DM erhöht wurden und die Expo wiederholt in die Schlagzeilen brachten.

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