Wirtschaft : Wella bleibt trotz Konsumflaute optimistisch

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Der Kosmetikkonzern Wella AG hält trotz sinkender Konsumgüternachfrage an der optimistischen Prognose fest. "Es gibt keinen Grund, unsere Zieldaten in Frage zu stellen", sagte Vorstandschef Heiner Gürtler. Die Terroranschläge machten den Ausblick für den Rest des Jahres allerdings schwierig. Hinzu komme, dass das stark rezessive wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten einen spürbaren Effekt auf die Entwicklung aller Sparten haben dürfte. Gürtler bekräftigte aber, dass der Umsatz 2001 um mehr als 10 Prozent wachsen werde. Das Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (Ebit) werde noch stärker zulegen. Ein Umsatzplus im Oktober von 10 Prozent trotz negativer Wechselkurseinflüsse gebe Anlass zur Zuversicht, sagte Gürtler. Das vierte Quartal hat für Wella wegen des Weihnachtsgeschäfts besonderes Gewicht.

In den ersten neun Monaten steigerte der Darmstädter Kosmetikhersteller den Umsatz um 14,4 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Das Ebit legte um 30 Prozent auf 166 Millionen Euro zu. Dies sei über Plan, sagte Finanzvorstand Martin Tresser, der zugleich aber einräumte, dass Wella mit einer Rendite von 7,3 Prozent deutlich schlechter als die Konkurrenz abschneide. Bis 2005 hat sich der Vorstand deshalb ehrgeizige Ziele gesetzt. Er will den Umsatz verdoppeln und eine Ebit-Rendite von 13 Prozent erreichen. Die Sparte Kosmetik und Duft sei durch die Auswirkungen des 11. Septembers negativ beeinflusst worden, hieß es. Wegen der verringerten Reisetätigkeit in den USA habe sich dies besonders im Duty Free und Travel-Retailgeschäft sowie im Departement-Store-Geschäft gezeigt. Dennoch wurde der Umsatz um 17,7 auf 431,2 Millionen Euro gesteigert.

Die Friseur-Sparte, mit einem Umsatzanteil von 47 Prozent die größte des Konzerns, expandierte um 11,4 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Im Endverbrauchergeschäft erhöhte sich der Umsatz einschließlich der neuen Geschäfte um 16,9 Prozent auf 768,8 Millionen Euro. Die Sparte hat einen Umsatzanteil von 33,8 Prozent.

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