Weltweite Restrukturierung : HSBC streicht weltweit 50.000 Arbeitsplätze

Es geht um Einsparungen in Milliardenhöhe: Die britische Großbank HSBC hat angekündigt, weltweit bis zu 50.000 Arbeitsplätze abzubauen. Gleichzeitig will sie sich stärker in Asien engagieren.

Die HSBC hat ihren Sitz in London.
Die HSBC hat ihren Sitz in London.Foto: Reuters / Peter Nicholls

Die britische Großbank HSBC will weltweit insgesamt bis zu 50.000 Arbeitsplätze abbauen. Die Kürzung von 20.000 bis 25.000 Stellen sei Teil einer weltweiten Restrukturierung, hieß es am Dienstag in einem Bericht an die Investoren. Weitere 25.000 Stellen würden wegfallen, weil die HSBC ihre Geschäfte in der Türkei und Brasilien verkaufen wolle.

Im Zuge der Restrukturierung will die Großbank aber stark in Asien investieren, wie es in einer Mitteilung an die Börse in Hongkong hieß. Insgesamt will die Bank bis zum Jahr 2017 jährlich Kosten zwischen 4,5 und fünf Milliarden Dollar (vier bis 4,5 Milliarden Euro) sparen. Insgesamt werde die Restrukturierung das Unternehmen in diesem Zeitraum vier bis 4,5 Milliarden Dollar kosten.

Mehrere Skandale letzter Zeit

Derzeit beschäftigt Europas größte Bank 266.000 Mitarbeiter, davon 48.000 in Großbritannien. Die HSBC musste sich in jüngster Zeit mehreren Skandalen stellen: Wegen Manipulationen an Devisenmärkten zahlte das Unternehmen Strafen an die Regulierungsbehörden in den USA und in Großbritannien. Zudem soll die Schweizer Tochter laut den als "Swissleaks" bekannten Enthüllungen in der Vergangenheit Kunden bei Steuerhinterziehung geholfen haben. Die Schweizer Filiale hatte sich nach den Enthüllungen von den kritisierten Praktiken distanziert. (AFP)

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