WELTWIRTSCHAFTSFORUM : Auf nach Davos

An diesem Mittwoch beginnt die 43. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos in den Schweizer Alpen. Zu der Privatveranstaltung finden sich rund 2500 Persönlichkeiten aus aller Welt ein. Das Treffen steht diesmal unter dem Titel „Widerstandsfähige Dynamik“. Künftig brauche die Wirtschaft neben Dynamik mehr Widerstandskraft, um Schocks zu überstehen, erklärt Klaus Schwab, der Gründer des Forums, den Titel. Fast 50 Staats- und Regierungschefs haben sich angesagt, darunter Euro-Protagonisten wie Kanzlerin Angela Merkel (sowie sechs ihrer Kabinettsmitglieder), der britische Premier David Cameron und der italienische Regierungschef Mario Monti. Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sind dabei. Für viele Teilnehmer stehen nicht die Inhalte der 260 Einzelveranstaltungen im Vordergrund, sondern das zwanglose Netzwerken. In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ hat Schwab als Ziel für die diesjährige Tagung formuliert, „dass alle Führungspersönlichkeiten erkennen, dass mit ihren wirtschaftlichen Verantwortlichkeiten moralische und soziale Verpflichtungen einhergehen“. Auch zu hohen Managergehältern äußert sich Schwab regelmäßig kritisch, aber wenig konkret. Das hat Tradition: In Davos werden ethische Ansprüche hochgehalten, aber es geht um Trends und Geschäftsideen. mod

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