Wirtschaft : Weltwirtschaftsforum in Davos beginnt Ende Januar

JAN DIRK HERBERMANN

GENF / DAVOS .Das Weltwirtschaftsforum lädt in den schweizerischen Nobelkurort Davos, und die Gästeliste liest sich wie ein Who is Who der internationalen Politik, Wirtschaft und Kultur: Rund 1000 Topmanager der "führenden Unternehmen der Welt", 300 Politiker, darunter 40 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 300 Wissenschaftler, Intellektuelle und Künstler wollen zwischen dem 28.Februar und dem 2.Februar über die Gefahren und Herausforderungen der Globalisierung diskutieren.Neue weltweite ökonomische Strukturen und die soziale Dimension der Globalisierung stehen im Mittelpunkt des 29.Jahrestreffens des Forums (WEF).Aus Deutschland reisen Bundespräsident Roman Herzog, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Außenminister Joschka Fischer und Finanzminister Oskar Lafontaine an, der mit seinen Kollegen aus Großbritannien, Gordon Brown, aus Frankreich, Dominique Strauss- Kahn und dem Vizechef des US-Finanzministeriums, Lawrence Summers, auf dem Podium die Zukunft der Weltwirtschaft erörtern soll.Vom amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore erwarten die Veranstalter um den deutschen WEF-Chef Klaus Schwab, daß er die Eröffnungsrede hält: "Sofern er nicht wegen wichtiger Geschäfte in Washington festgehalten wird", erklärte Schwab mit Blick auf das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Bill Clinton.Weitere Adressen wollen die Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, und Ägyptens, Hosni Mubarak geben.Angemeldet haben sich ferner der russische Premier Jevgenij Primakow, der Präsident Polens, Aleksander Kwasniewski, der Chef der Verwaltung Hongkongs, Tung Chee Hwa, oder der Premier Malaysias, Mahathir.Die EU wird von Kommissionspräsident Jacques Santer und Außenhandelskommissar Leon Brittan vertreten.Brittan trifft von amerikanischer Seite auf die Handelsbeauftragte Charlene Barshefsky, mit der er sich über die transatlantischen Spannungen austauschen dürfte.Über die neue europäische Währung, den Euro, sollen der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, oder der französische Notenbankchef, Jean-Claude Trichet, Auskunft geben.Neben dutzenden hochkarätiger Industrievertreter wie den DaimlerChrysler Chefs Jürgen Schrempp und Robert Eaton, dem Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer oder dem BP-Boß John Browne legen auch Gewerkschaftsvertreter oder Künstler wie Nadine Gordimer, Jorge Semprun oder Volker Schlöndorff und Wissenschaftler wie Paul Kennedy und Amitai Etzioni ihre Sicht der Globalisierung dar.

0 Kommentare

Neuester Kommentar