Wirtschaft : Wenig Geld für zwei Stahlwerke

Rio de Janeiro - Die zum Verkauf stehenden Stahlwerke von Thyssen-Krupp drohen zum Ladenhüter zu werden. Das Werk in Brasilien habe nur niedrige Gebote erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Agencia Estado. Thyssen-Krupp versuche nun in Gesprächen, die Offerten in die Höhe zu treiben. Die beiden Hauptinteressenten, Brasiliens Cia Siderurgica Nacional (CSN) und der italienisch-argentinische Stahlkonzern Ternium, setzen darauf, dass der Essener Mischkonzern das verlustreiche Werk so schnell wie möglich loswerden wolle. CSN bietet demnach 3,8 Milliarden Dollar für das Werk in Brasilien sowie ein weiteres im US-Bundesstaat Alabama.

Thyssen-Krupp hat die Stahlwerke nach hohen Abschreibungen noch mit 3,9 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger hatte Anfang März erklärt, dass die Prüfung der Bücher für die Stahlwerke in Übersee weitgehend abgeschlossen sei und die Angebote nun einliefen. Eine Vereinbarung zum Verkauf hatte er bis Mai in Aussicht gestellt. Der japanische Stahlkocher JFE Steel und der Konkurrent U.S. Steel wollten eine gemeinsame Offerte vorlegen. rtr

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