Wirtschaft : Weniger Auswahl im Osten

Berlin - Ostdeutsche haben schlechte Karten bei der Auswahl ihres Stromanbieters: Einer Untersuchung des Vergleichsportals Toptarif zufolge sind in vielen ostdeutschen Großstädten nur vergleichsweise geringe Einsparungen gegenüber den jährlichen Durchschnittskosten möglich. Beim Vergleich des Preisniveaus seien mit einer möglichen Ersparnis von 115 Euro gegenüber der durchschnittlichen Stromrechnung die günstigsten Angebote im Mittel rund 34 Euro teurer als bei ihren westdeutschen Pendants, heißt es. Die regionalen Preisunterschiede begründet das Vergleichsportal mit mehreren Faktoren. Neben unterschiedlichen Transportkosten für Strom spiele auch die konkrete Geschäftspolitik der Unternehmen im täglichen Wettbewerb eine große Rolle für das Preisniveau vor Ort, erklärte ein Sprecher von Toptarif. Ein weiterer Grund könne die Preisgestaltung der örtlichen Grundversorger sein. Insbesondere bundesweite Wettbewerber orientierten sich häufig an den Tarifen der lokalen Stadtwerke. Die besten Chancen, ihr Konto zu schonen, haben dagegen Verbraucher in den baden-württembergischen Städten Freiburg und Heidelberg sowie im niedersächsischen Hildesheim. Stromkunden könnten bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden 200 Euro oder mehr gegenüber den Durchschnittskosten von 1000 Euro sparen. In Leipzig, Chemnitz und Cottbus ist lediglich eine Ersparnis von weniger als hundert Euro möglich. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar