Wirtschaft : Weniger Firmen kommen zur Cebit



Hannover - Die weltgrößte Computermesse Cebit hat nach dem starken Einbruch 2009 auch in diesem Jahr Aussteller verloren. Vom 2. bis 6. März 2010 kommen 4157 Unternehmen aus 68 Ländern nach Hannover, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Das ist die niedrigste Teilnehmerzahl seit 20 Jahren. Im vergangenen Jahr waren 4300 Aussteller angereist – nach mehr als 5800 Unternehmen in 2008. Allerdings beteiligen sich der Messegesellschaft zufolge dieses Jahr knapp 300 Firmen zum ersten Mal an der Cebit, darunter auch der Internetkonzern Google und der weltgrößte Online- Händler Amazon. dpa

Volksbanken wollen Post annehmen

Frankfurt am Main - Volks- und Raiffeisenbanken wollen als Annahmestelle für Briefe und Pakete vor allem auf dem Land neue Kunden gewinnen. Nach ersten Tests in Niedersachsen und Sachsen sollen Postdienste in Bankfilialen ab April bundesweit ausgebaut werden. Zehn Häuser hätten bereits angekündigt, das Modell umzusetzen, teilte der für 13 Bundesländer zuständige Genossenschaftsverband mit. Grundsätzliches Interesse signalisierten – auch über die Verbandsgrenzen hinweg – demnach 240 Institute. „Wir wollen vor allem an Orten, wo die gelbe Post nicht mehr vorhanden ist, da sein“, sagte Verbandspräsident Michael Bockelmann. Das Verteilen der Post werde ein Dienstleister übernehmen, das könne zum Beispiel die Deutsche Post sein. dpa

Japan kämpft gegen Deflation

Tokio - Im Kampf gegen die Deflation setzt die Regierung Japans die Notenbank immer stärker unter Druck. Finanzminister Naoto Kan erneuerte am Montag in einem Zeitungsinterview seine Forderung, ein Inflationsziel von einem Prozent Teuerung vorzugeben. Ein erster Vorstoß des Ministers war vor wenigen Tagen bei Notenbank-Gouverneur Masaaki Shirakawa auf Kritik gestoßen, der auf die Unabhängigkeit der Zentralbank pocht. Die Regierung befürchtet wenige Monate vor den im Sommer anstehenden Oberhauswahlen, dass der chronische Preisverfall und der starke Yen die fragile Konjunkturerholung abwürgen. Erst im Dezember hatte die Notenbank in einer Krisensitzung beschlossen, im Kampf gegen die Deflation weiteres Geld in den Bankensektor zu pumpen. rtr

Firmen bremsen bei Investitionen

Berlin - Nach einem Rekordeinbruch 2009 wollen die deutschen Unternehmen ihre Ausgaben für Forschung, neue Maschinen und andere Innovationen in diesem Jahr einfrieren. „2010 wird es voraussichtlich noch keine Trendwende geben“, stellte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung als Fazit seiner Umfrage unter 12 500 Firmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsbranche fest. „Wahrscheinlicher ist, dass die Innovationsbudgets auf dem reduzierten Niveau stagnieren werden.“ Angesichts der ungewissen Geschäftsaussichten würden sich vor allem kleine und mittlere Firmen zurückhalten. Großunternehmen wollen dagegen etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Neben Forschung und Entwicklung werden hier auch Investitionen in neue Maschinen und Produktionsanlagen oder Patente mitgerechnet. Im vergangenen Jahr waren die Innovationsausgaben um rund elf Prozent auf 114,5 Milliarden Euro eingebrochen und damit leicht unter das Niveau von 2006 zurückgefallen. rtr

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