Wirtschaft : Weniger Förderung fürs eigene Heim

Der Staat kürzt die Zulage für Bauherren und Wohnungskäufer

Cordula Eubel

Bauherren erhalten mit der Kürzung der Eigenheimzulage ab diesem Jahr weniger Fördergelder vom Staat fürs eigene Heim. Das Volumen wurde um 30 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro im Jahr reduziert. Wer einen neuen Vertrag abschließt, erhält jährlich nur noch den Grundbetrag von maximal 1250 Euro über einen Zeitraum von acht Jahren, sowohl für Alt- als auch für Neubauten. Der Zuschuss pro Kind erhöht sich auf 800 Euro.

Die Einkommensgrenzen sinken auf 70000 für Ledige und 140000 Euro für Ehepaare. Für jedes Kind erhöht sich der Betrag um 30000 Euro. Insgesamt ergibt sich für eine Familie mit einem Kind eine Gesamtfördersumme von maximal 16400 Euro über acht Jahre, mit zwei Kindern steigt die Fördersumme auf 22 800 Euro und mit drei Kindern auf die Gesamtsumme von 29200 Euro.

Für Neubauten und Bestandserwerb gibt es künftig vom Staat die gleiche Fördersumme; bislang wurden Neubauten privilegiert. Der Fördergrundbetrag berechnet sich wie folgt: Für Neubauten gibt es nur noch ein Prozent der Bemessungsgrundlage (bisher fünf), für Altbauten 2,5 Prozent – in beiden Fällen maximal 1250 Euro im Jahr. Bemessungsgrundlage sind die Kosten für den Bau beziehungsweise Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, sowie für die Instandsetzung und Modernisierung innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Anschaffung. Ausbau und Erweiterungen fallen aus dem Förderrahmen heraus.

Die Neuregelungen gelten für Bauherren, die nach dem 31. Dezember 2003 mit der Herstellung ihres Hauses beginnen, und für Käufer, die nach diesem Datum den notariellen Kaufvertrag abschließen oder einer Genossenschaft beitreten. Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen wird allerdings nur dann gefördert, wenn der Anspruchsberechtigte spätestens im letzten Jahr des Förderzeitraumes auch mit der Nutzung einer Genossenschaftswohnung beginnt.

Zum Jahresbeginn sinkt darüber hinaus die Wohnungsbauprämie auf 8,8 Prozent statt bisher zehn Prozent. Mit der Prämie fördert der Staat Bausparverträge für Sparer, die unter einem Jahreseinkommen von 25 600 Euro verdienen, bei Paaren 51 200 Euro. Die Prämie wird auf Einzahlungen von maximal 512 Euro für Ledige und 1024 Euro für Ehepaare gezahlt. Wer sie in Anspruch nimmt, bekommt also zwischen 45 (ledig) und 90 Euro (verheiratet) vom Staat. Ursprünglich wollte Rot-Grün die Prämie sogar komplett streichen. Von der Kürzung sind auch laufende Verträge betroffen.

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