Wirtschaft : Weniger Kaufkraft, aber mehr Freizeit

DÜSSELDORF (dpa).Die Unternehmen verdienen nach DGB-Angaben immer mehr Geld, den Arbeitnehmern bleibt dagegen immer weniger in der Tasche.Dies ergab eine am Montag vorgelegte DGB-Studie.Danach fiel die Kaufkraft je Arbeitnehmer 1997 im Westen unter den Stand von 1980.Zugleich sank die bereinigte Lohnquote laut DGB auf den tiefsten Wert der Nachkriegszeit: So betrage der Anteil der Bruttoeinkommen der Arbeitnehmer am Volkseinkommen nur noch 70,4 Prozent nach 72,1 Prozent in 1996.Nach der DGB-Studie sank die Kaufkraft je Arbeitnehmer - also die preisbereinigten Nettoverdienste - 1997 in Westdeutschland um 2,2 Prozent.Damit habe die Kaufkraft um knapp ein Prozent unter den Stand von 1980 gelegen.Dem stehe aber ein Freizeitgewinn durch kürzere Arbeitszeiten von zehn Prozent gegenüber.In Ostdeutschland seien die Nettolöhne 1997 real um 1,7 Prozent gesunken.Netto hätten die ostdeutschen Arbeitnehmer damit 85 Prozent des Westniveaus erreicht, allerdings bei fünf Prozent längeren Arbeitszeiten.

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