Wirtschaft : Weniger Lehrstellen für mehr Bewerber

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(pt/dc/HB). Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich weiter verschlechtert. Laut den Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) und der Arbeitsämter, die dem Handelsblatt vorliegen, gab es Ende Dezember nur noch 8900 offenen Lehrstellen für 29500 noch nicht vermittelte Bewerber. Zwölf Monate zuvor hatten fast einem Drittel mehr offene Lehrstellen nur 26200 Bewerber gegenüber gestanden. Die Zahl der im abgelaufenen Quartal neu angebotenen betrieblichen Lehrstellen ging im Westen noch stärker zurück als im Osten. Und der Trend zeigt weiter nach untern. So räumten die Arbeitgeber bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses des BiBB ein, dass die Zahl der betrieblichen Lehrstellen im Jahresverlauf weiter sinken werde. Damit droht für die gerade erst verabredete Neuauflage des Bündnisses für Arbeit zusätzlicher Zündstoff. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, forderte die Bundesregierung gestern auf, die Ausbildungsnotlage zum Kern der neuen Gespräche zu machen.

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