Wirtschaft : Weniger Steuern - weniger Mißbrauch

HEIK AFHELDT

Was hat die deutsche Steuerreform mit dem Rücktritt der Kommissare in Brüssel zu tun? Nichts und alles.Aus dem 90-Milliarden-Ecu-Topf, aus dem die 20 Kommissare schöpfen konnten, um ein einheitlicheres Europa entstehen zu lassen, um Landwirte zu füttern und die großen regionalen Gefälle zwischen Sizilien, Hamburg und Lappland zu nivellieren, sind Millionenbeträge in falsche Taschen geflossen.Amigi in den Heimatländern wurden finanziert und geschmiert, in Brüssel angestellt und nobel honoriert, Gelder wurden "heimgeführt".Nepotismus und Egoismus pur.Aber ist Europa nicht auch ein enorm multikultureller Kontinent? Korruption und lascher Umgang mit öffentlichen Geldern haben in manchen romanischen Ländern eine lange Tradition.Da werden Preußen in Brüssel eher zu Romands als Italiener, Spanier und Franzosen zu Preußen.Öffentliche Kassen machen sinnlich und verführen zu Mißbrauch - auch in Deutschland.Hat nicht sogar Oskar Lafontaine, dessen Herz links schlägt, mit der rechten Hand bei seiner Altersversorgung kräftig und unrechtmäßig zulangen wollen? Gibt es kein Kraut gegen den Mißbrauch von Geldern, die von den Bürgern redlich verdient und meist sorgfältig abgeliefert werden? Mehr Personal für die Rechnungshöfe, mehr parlamentarische Kontrollen, mehr Ethikkurse für Beamte?

Klar.Aber alles das kostet weitere Steuergroschen.Der Königsweg zu weniger Korruption und weniger Verschwendung öffentlicher Gelder führt in eine andere Richtung: Weniger Steuern und weniger Umverteilung über zentrale Bürokratien.Das sind die Knackpunkte - auch für die deutsche Steuerreform.

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