Wirtschaft : Weniger Urlaub für Journalisten

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(dpa). Eine der härtesten Tarifverhandlungen bei den Tageszeitungen ist nach fast fünf Monaten beendet. Die rund 14 000 Redakteure erhalten vom 1.Juni 2004 an 1,3 Prozent mehr Gehalt. Zugleich bekommen sie künftig weniger Urlaub und Urlaubsgeld. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Tarifparteien nach 17stündigen Gesprächen am Mittwochmorgen in Berlin. Die Gewerkschaften kündigten an, die seit mehr als vier Wochen laufenden Streiks in Zeitungsredaktionen zu beenden. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vereinbarten eine Kürzung des Urlaubsgeldes von bislang 100 auf 80 Prozent eines Brutto- Monatseinkommens. Außerdem wird der Urlaubsanspruch reduziert. Der Gehaltstarifvertrag hat insgesamt eine Laufzeit von 24 Monaten. Der Manteltarifvertrag, der Urlaubsgeld und Urlaubsdauer regelt, hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2006 und ist also dann erstmals wieder kündbar. Der BDZV betonte, dass es keine automatische Rückkehr zum alten Stand gebe.

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