Wirtschaft : Weniger Versteigerungen

Steigende Preise in Berlin und Brandenburg

Das ist der Hammer. Der erfreulichste Rückgang in der „Top 40“-Liste der Zwangsversteigerungen wurde in Frankfurt/Oder mit 48 Prozent festgestellt. Foto: Schwäbisch Hall
Das ist der Hammer. Der erfreulichste Rückgang in der „Top 40“-Liste der Zwangsversteigerungen wurde in Frankfurt/Oder mit 48...

Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien hat sich im ersten Halbjahr 2011 deutlich verringert. Mit bundesweit 39 000 Terminen wurden 10,3 Prozent weniger anberaumt als im Vorjahreszeitraum, wie der Fachverlag Argetra mitteilte. Die Summe der Verkehrswerte ging um 15,6 Prozent auf 6,08 Milliarden Euro zurück. Auch für die zweite Jahreshälfte rechnet Argetra-Geschäftsführer Axel Mohr mit rückläufigen Zahlen.

Lediglich im Saarland (3,9 Prozent) und in Bremen (6,8 Prozent) legten die Versteigerungstermine demnach zu. In den Stadtstaaten Hamburg (minus 22 Prozent) und Berlin (minus 28 Prozent) nahmen sie am stärksten ab.

Als bemerkenswert kennzeichneten die Mitarbeiter des Fachverlages die Entwicklung in Brandenburg. Hier wurde ein Minus von 17,8 Prozent festgestellt (2010, erste Jahreshälfte: 2206 Zwangsversteigerungen gegenüber 2011, erste Jahreshälfte: 1813 Zwangsversteigerungen). Betrachtet man die Anzahl der Termine pro 100 000 Haushalte, so ist die Anzahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine indes in Brandenburg etwa dreimal so hoch wie in Berlin. In der Hauptstadt gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 42 Versteigerungsfälle auf 100000 Einwohner, in Brandenburg waren es 146.

Die Verkehrswerte pro Versteigerungsobjekt stiegen in Berlin und in Brandenburg. Während auf Bundesebene die Verkehrswerte um sechs Prozent gefallen sind, steigen diese in den Stadtstaaten Bremen und Berlin, aber auch in Brandenburg. Der Mittelwert einer zwangsversteigerten Immobilie in der Hauptstadt (2011): 328 830 Euro gegenüber 296018 Euro (2010). In Brandenburg müssen derzeit durchschnittlich 149 918 Euro bezahlt werden (2010, erste Jahreshälfte: 139 963 Euro).

Je ein Drittel der unter den Hammer kommenden Objekte sind Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser. Ein Viertel entfällt auf Gewerbe sowie Geschäftshäuser. Der Fachverlag wertet die Termine an rund 500 deutschen Amtsgerichten aus. dpa/Bü.

Weitere Informationen unter:

www.argetra.de

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