Wirtschaft : Wenn das Handy nicht reicht

Die modernen Festnetzgeräte sind vielseitig. Doch nur mit vier Schnurlosen kann man auch gut telefonieren

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Gut erreichbar. Heute haben die Telefone ohne Kabel eine große Reichweite. Foto: p-a/obs
Gut erreichbar. Heute haben die Telefone ohne Kabel eine große Reichweite. Foto: p-a/obsFoto: picture-alliance/ obs

Es gibt sie noch, die Leute mit einem Festnetzanschluss. Auch in Zeiten der Handy-Festnetz-Flatrates haben viele noch ein richtiges Telefon zu Hause. Zwar sind die Geräte in keinem Fall mit Smartphones oder Multifunktionshandys vergleichbar, doch auch die schnurlosen Festnetztelefone können heute mehr als nur telefonieren. Die meisten haben einen Anrufbeantworter, mit einigen kann man SMS verschicken und manche haben sogar ein integriertes Babyphone.

Die Stiftung Warentest hat 16 schnurlose Telefone für das analoge Festnetz, davon 14 mit und zwei ohne Anrufbeantworter getestet. Die Experten überprüften Sprachqualität, Freisprechanlage sowie die Reichweite beim Telefonieren. Auch die Qualität des Anrufbeantworters und die des Akkus wurde untersucht. Zudem prüften die Warentester, wie vielseitig die Geräte waren und wie einfach zu bedienen. Zwar gab es in diesem Test drei Sieger und einige gute Noten, doch in der wichtigsten Kategorie „Telefonieren“ überzeugten nur vier Produkte.

Die beiden Gigaset-Geräte C595 für 79 Euro und S795 für 99 Euro sowie das Panasonic KX-TG8521 für 79 Euro teilten sich den Spitzenplatz. Die Gigasets punkteten mit ihrer Vielseitigkeit: Sie haben einen Kopfhöreranschluss und können SMS versenden und empfangen. Allerdings muss der SMS-Dienst extra bezahlt werden. Die beiden Geräte können zudem als Babyphon genutzt werden. Wenn die Kinder schreien, ruft das Telefon automatisch eine vorher gespeicherte Nummer an. Auch Anrufbeantworter und Bedienung waren „sehr gut“. Das etwas teurere S795 kann dazu noch Telefongespräche mitschneiden und hat einen Nachtmodus. Das Telefon stellt sich dabei automatisch lautlos oder der Anrufbeantworter geht direkt ran. Auch das Panasonic bietet diese Funktion. Es überzeugte die Tester besonders durch seine Akkuleistung.

Die vier Telefone, die beim Telefonieren am besten abschnitten, also bei Sprachqualität, Freisprechanlage und Reichweite, waren die beiden Modelle von Philips, das Swissvoice und das Hagenuk Big.

Wer sich Sorgen über die Strahlung bei den Schnurlosen macht, sollte eines kaufen, bei dem sich die Sendeleistung verringern lässt. Bei 13 Geräten im Test kann das über den „Eco-Modus“ eingestellt werden. Besonders gut funktionierte es beim Orchid. Die Basisstation passt die Sendeleistung der Entfernung zum Mobilteil an, und es funkt nicht, wenn es in der Ladeschale liegt oder im Standby ist. Einziger Haken: Teilweise verbrauchen die Telefone bei reduzierter Sendeleistung mehr Strom. Wer ein sparsames Telefon sucht, ist mit dem Testsieger von Panasonic gut beraten: Sowohl beim Gesamtstromverbrauch als auch beim Standbyverbrauch war es „sehr gut“.

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