Wirtschaft : Wenn der Meister Tugend lehrt Bei BASF stimmt die Chemie –

die Firma fördert Lernschwache

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Seit zehn Jahren kümmert sich der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF um gering qualifizierte Jugendliche. Die Beobachtungen während dieses Zeitraums: Immer mehr Schulabgänger sind nicht reif für eine Ausbildung. BASF hat darauf reagiert: 2002 wurden 63 Jugendliche in das Förderprogramm „Start in den Beruf“ aufgenommen, 2003 waren es schon 110, und im kommenden Herbst werden es 120 sein.

Das Programm, das mit Geld aus dem europäischen Sozialfonds mitfinanziert wird, unterstützt Jugendliche, die ausbildungswillig sind, aber wegen fachlicher, persönlicher oder sozialer Schwächen keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ein Jahr lang kümmern sich Ausbilder, so genannte Patenmeister, und Sozialpädagogen um die jungen Leute, bringen ihnen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ordnung bei. In speziellen Berufsschulklassen erhalten die jungen Leute Nachhilfe in Mathematik und Rechtschreibung. „Die Ausbilder suchen aber auch immer wieder das Gespräch mit den Eltern“, sagt BASFSprecherin Ingrid Nienaber. Das Programm will nicht nur fehlende Kenntnisse vermitteln, sondern dient auch zur Orientierung für Unentschlossene: Da die Jugendlichen verschiedene Bereiche des Unternehmens durchlaufen, erhalten sie einen Überblick über die verschiedenen Ausbildungsberufe. höl

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