Wirtschaft : Wer Angst hat, gibt nichts aus

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Nachdem der deutsche Markt für Informations und Kommunikationstechnologie 2002 als einziger in Europa geschrumpft ist, hofft der BranchenverbandBitkom für 2003 auf eine „schwarze Null“. Mobile Endgeräte wie Notebooks und UMTS-Handys sind die Hoffnungsträger, aber die tollen Boomjahre (1998 und 1999) kehren nicht so schnell wieder. Die Unternehmen halten sich mit größeren IT-Projekten zurück, solange die politischen Unsicherheiten andauern.

Der Einzelhandel spürt die negative Stimmung am deutlichsten: Wer Angst vor der Zukunft hat, konsumiert nicht. Darum wird der Umsatz der Branche nach Schätzung des Dachverbandes HDE auch 2003 weiter schrumpfen. Gerade für die Handelsumsätze wäre ein langer Irak-Krieg, verbunden mit der Angst vor Terror-Anschlägen, Gift.

Die von Bundeskanzler Gerhard Schröder versprochenen Förderprogramme für Infrastruktur-Investitionen und Altbausanierung sind ein Hoffnungsschimmer für die Bauwirtschaft. Sie allein werden aber kaum reichen, um einen weiteren Rückgang der Bauinvestitionen in Deutschland zu verhindern. Wieder einmal wird es kleinere Baufirmen und Handwerker härter treffen als die Konzerne, die ihr Geld längst im Ausland verdienen. HB

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