Wirtschaft : Werbebranche hofft auf Ende der Krise im kommenden Jahr

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Hamburg/Berlin (dpa). Die Werbeflaute in den klassischen Medien Print, Hörfunk, Fernsehen und Plakat hat sich im Mai verschärft. Die Brutto-Werbeeinnahmen gingen in den ersten fünf Monaten 2002 verglichen mit der Vorjahresperiode um sieben Prozent auf 6,88 Milliarden Euro zurück, wie die A.C. Nielsen Werbeforschung am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Nach dem 1. Quartal betrug das Minus 5,2 Prozent. Trotz der dramatischen Einbrüche schon in 2001 gibt sich der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) optimistisch und prognostiziert eine Trendwende: „Spätestens im kommenden Jahr geht es wieder bergauf“, sagte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner am Donnerstag in Berlin. Die für die Publikumszeitschriften wichtigsten Werbebranchen Automobil, Handel und Finanzdienstleistungen hätten ihre Werbeinvestitionen im ersten Quartal 2002 um sieben Prozent erhöht. Für das laufende Jahr werde es allerdings Verluste geben. „Das erste Halbjahr war zu schwach, als dass sich das Steuer noch herumreißen ließe“, sagte Fürstner.

Die Publikumszeitschriften verzeichneten bei den Werbeerlösen in den ersten fünf Monaten laut Nielsen einen Rückgang von 6,3 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro. Im Printsektor, der insgesamt um sechs Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro nachgab, waren auch die Tageszeitungen von der Flaute betroffen. Hier wurde für 1,44 Milliarden Euro Werbung geschaltet, ein Minus von 6,7 Prozent. Allein im Monat Mai wurde für sie ein Rückgang von fast 17 Prozent verzeichnet. Beim Fernsehen gingen die Werbeeinnahmen bis Ende Mai auf rund drei Milliarden Euro zurück, ein Minus von 8,7 Prozent.

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