Wirtschaft : Werbeflaute hält auch 2004 an Vor allem Zeitungen betroffen

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(kris). Die deutsche Kommunikationsbranche erwartet auch 2004 keine Erholung. Wie der Zentralverband der deutschen Werbeindustrie (ZAW) am Dienstag bei der Einweihung des Berliner Hauptstadtbüros bekannt gab, hat sich der Abwärtstrend zwar verlangsamt, die Durststrecke sei aber noch nicht überwunden. Bis Ende 2003 kalkuliert der ZAW mit Nettoeinnahmen der Medien von 19,7 Milliarden Euro, ein Minus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die gesamten Investitionen in Honorare, Werbemittel und Medien gehen der Prognose nach bis zum Jahresende um 1,4 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen stützen sich auf eine Umfrage bei den 41 Mitgliedsorganisationen der werbenden Firmen, Medien und Agenturen. In der Analyse zeichnen die Mitglieder des Dachverbandes ein getrübtes Bild. 68 Prozent meinen, die Krise halte auch 2004 noch an. Trotzdem rechnet der ZAW mit leichten Impulsen in Richtung Aufschwung, aber „vorerst mit angezogener Handbremse“, wie ein Sprecher sagte. Besonders stark treffe die Krise die Tageszeitungen, die in diesem Jahr im Stellenmarkt bis zu 40 Prozent der Anzeigen eingebüßt hätten. Einen Boom gebe es dagegen bei der OnlineWerbung: Im laufenden Jahr liege das Wachstum dort bei 20 Prozent.

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