Wirtschaft : Werben für den Standort D-Ost

BERLIN (jhw).Wann sich das Lohnniveau zwischen West- und Ostdeutschland anpassen werde, fragt jemand Hans Christoph von Rohr."Niemals", sagt von Rohr, "hoffentlich".Die Antwort des Vorsitzenden der Geschäftsführung der IIC überrascht die Runde."Wenn die Gewerkschaften vernünftig sind, bleibt der Unterschied zwischen West und Ost." So wie es eine solche Lohndifferenz auch zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz gebe.Das sei auch gut so, denn es locke neue Investoren.Und die möchten von Rohr und sein IIC werben: die "The New German Länder Industrial Investment Council GmbH".

Die Gesellschaft, die der Bundesregierung und den Landesregierungen der neuen Bundesländer gehört, existiert seit fast zwei Jahren.Ihr Ziel ist es, ausländische Unternehmen in die neuen Länder zu locken.Sie sollen dort investieren und Arbeitsplätze schaffen.Nach einem Jahr habe sie die ersten Investitionen akquiriert, berichtete ihr Chef vor dem Club des Affaires de Berlin am Dienstag abend.Mit 142 Unternehmen verhandle die IIC momentan.Eine Mrd.DM Investitionen seien bereits sicher, um vier Mrd.DM gingen nun die Gespräche.Doch die Konkurrenz ist hart.Die härtesten Wettbewerber seien Ungarn und Polen, Großbritannien und Irland.Seine rund 30 Mitarbeiter operierten von Berlin, New York und London recht erfolgreich.Gerade habe Toyota sich für ein Zulieferwerk in Sachsen entschieden."Der Vorteil von Ostdeutschland ist die Flexibilität", sagt von Rohr.Ein asiatischer Airbag-Produzent habe sich im Wettstreit mit 28 Standorten für Sachsen entschieden - wegen schneller Genehmigungen.Ein anderes Vorurteil, das von Rohr ausräumt, betrifft den niedrigen Anteil privater Investitionen im Osten: Es sind 84 Prozent, mehr als eine Billion DM.

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