Wirtschaft : Werbeumsätze steigen

In den klassischen Medien steigt das Anzeigenaufkommen

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Hamburg (dpa). Der Werbemarkt in den klassischen Medien hat im ersten Quartal 2004 um sieben Prozent auf 4,14 Milliarden Euro zugelegt. Die „eher technische Reaktion“ auf Grund des entsprechenden schwachen Vorjahreszeitraums werde sich in dieser Höhe für 2004 nicht fortsetzen, prognostizierte der Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH, Ludger Vornhusen, am Mittwoch in Hamburg. Vom Zuwachs der Bruttowerbeinvestitionen profitierten vor allem das Fernsehen und die Tageszeitungen. Bei den Zeitungen stiegen die Werbeeinnahmen um 12,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Allerdings erfasst Nielsen nicht die Rubrikenanzeigen und die lokalen Geschäftsannoncen.

Die Rubrikenmärkte beispielsweise für Stellenanzeigen, Immobilien, Auto und Reise sind in das Internet abgewandert und haben dadurch bei den Printtiteln zu drastischen Umsatzeinbrüchen geführt. Die Medien selbst hätten ihre Werbeaufwendungen bis Ende März deutlich gesteigert, wobei die gestiegenen Werbeausgaben im Bereich Print auffielen, teilte Nielsen mit.

Die höchsten Werbeumsätze verbuchte erneut die Fernsehwirtschaft mit 1,7 Milliarden Euro, das ist ein Zuwachs von 6,8 Prozent. Die Publikumszeitschriften verzeichneten einen Anstieg von 4,2 Prozent auf 881 Millionen Euro. Die Werbung in den Fachzeitschriften stagnierte praktisch (plus 0,3 Prozent) bei 107 Millionen Euro.

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