Wirtschaft : Werbewirtschaft erwartet Trendwende

Berlin - Nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2009 sieht die deutsche Werbeindustrie im laufenden Jahr eine Wende zum Besseren. „Eine tendenzielle Aufwärtsbewegung ist erkennbar“, berichtete der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am Dienstag in Berlin unter Hinweis auf eine Umfrage unter 40 Mitgliedsverbänden. Ein durchgreifender Aufschwung bei den Werbeinvestitionen sei aber noch nicht zu erwarten, die Wirtschaftslage seit weiterhin mit Fragezeichen behaftet.

Im vergangenen Jahr waren laut ZAW hierzulande 28,8 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben worden – das entsprach einem Einbruch von sechs Prozent. Die Marktprognose des Verbands für 2010 liegt zwischen einem Minus von 2,5 Prozent und einem Plus von einem Prozent.

Die Nettowerbeeinnahmen der Medien waren 2009 so stark gesunken wie nie. Das Minus betrug 9,8 Prozent, die Einnahmen waren mit 18,4 Milliarden Euro nur noch so hoch wie zuletzt 1995. Besonders die Tageszeitungen mussten mit einem Minus von 15,5 Prozent Einbußen hinnehmen, vor allem weil Markenartikelhersteller weniger Anzeigen schalteten und die lukrativen Stellenmärkte schrumpften. Auch Publikumszeitschriften und Wochenzeitungen litten. Nur die Werbeerlöse der Onlinedienste stiegen um 1,3 Prozent auf 764 Millionen Euro.

Die Stimmung in der Werbewirtschaft hat sich laut der Umfrage aber gebessert. Die Situation der Branche gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Drittel der befragten Mitgliedsverbände äußerte sich optimistisch, nur noch vier Prozent rechnen mit einer weiteren Talfahrt. Der Rest erwartet stagnierende Geschäfte. dpa

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