Wirtschaft : Wertpapieraufsicht ermittelt wegen Insiderhandels

HAMBURG (lip/HB). Das Frankfurter Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel ermittelt wieder wegen des Verdachts des Insiderhandels. Betroffen sind die Ymos AG aus dem hessischen Obertshausen und die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Hamburg. Nach Angaben eines Sprechers der Behörde ist es im Vorfeld der Übernahme der Cockerill Sambre Beteiligungsgesellschaft zu auffällig steigenden Umsätzen und Kursen der Ymos-Aktie gekommen. Inzwischen besitzt Cockerill Sambre mehr als 95 Prozent der Ymos-Anteile. Das Bundesaufsichtsamt hege den Verdacht, daß bereits eingeweihte Kreise lange vor der Übernahme Ymos-Aktien zum eigenen finanziellen Nutzen gekauft hätten. Erwerber der Cockerill Sambre Beteiligungsgesellschaft, die früher zum belgischen Stahlkonzern Cockerill Sambre S.A. gehörte, war die börsennotierte WCM. Sie hat mit dem Kauf am 12. April Ymos indirekt übernommen. WCM-Vorstandsmitglied Roland Flach sagte dem "Handelsblatt", daß die Börsenaufsicht nicht gegen die WCM ermittele. "Wir haben dem Bundesaufsichtsamt bereits alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt", sagte Flach. Der Kurs der Ymos-Aktie lag am Freitag vergangener Woche bei unverändert 48,50 Euro.

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