Wirtschaft : West LB will 500 Stellen in der Verwaltung abbauen

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Frankfurt am Main - Die Düsseldorfer WestLB wird im Rahmen ihres Konzernumbaus in den kommenden drei Jahren in Deutschland rund 500 Stellen streichen. Im Rahmen der „Lean-Bank-Initiative“ („Schlanke Bank“) würden vor allem im Verwaltungsbereich und der Informationstechnik Arbeitsplätze wegfallen, gleichzeitig werde der Vertrieb gestärkt, sagte Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus. Auch das Netz der Auslandsstützpunkte komme auf den Prüfstand, alle Maßnahmen zusammen sollen die Kosten bis zum Jahr 2009 um 250 Millionen Euro senken. Seit Ende 2005 ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 353 auf jetzt 6000 zurück.

Niehaus stellte für das Gesamtjahr „in Höhe und Qualität“ einen deutlich besseren Gewinn in Aussicht; 2005 hatte der Konzern ein Ergebnis vor Steuern von gut 600 Millionen Euro erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten wurde eine Steigerung auf 365 (297) Millionen Euro erreicht. Vor allem die Bereiche Investment-Banking und Asset-Management (Vermögensverwaltung) konnten deutlich zulegen. Dagegen sieht Niehaus im Privat- und Firmenkundengeschäft noch Aufholbedarf. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern ging im Halbjahr auf 12,3 (14,2) Prozent zurück, als Zielmarke nannte Niehaus 15 Prozent.

WestLB-Vorstand Niehaus wird voraussichtlich noch in diesem Jahr einen außerplanmäßigen Erlös von rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf des 27-prozentigen Anteils an der HSH Nordbank verbuchen können, der in den „organischen Ausbau“ der Geschäftsfelder fließen soll. Nach Konzernangaben liegen mehrere verbindliche Angebote vor. Zuletzt waren noch drei Finanzinvestoren im Rennen, um bei dem Schiffs- und Projektfinanzierer im Norden einzusteigen. Eine Entscheidung erwartet der Vorstand bis Ende September.pk/HB

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