Wirtschaft : Westdeutsche Landesbank erwischt einen guten Start

DÜSSELDORF (vdr/HB)."Das erste Quartal gibt uns Anlaß, optimistisch in die Zukunft zu schauen." Mit diesen Worten kommentierte Friedel Neuber, Vorstandsvorsitzender der Westdeutschen Landesbank Girozentrale (WestLB), vor der Presse die Geschäftsentwicklung seines Instituts seit Jahresbeginn.So sei das Betriebsergebnis einschließlich Risikovorsorge in den ersten drei Monaten 1999 um 28,2 Prozent gestiegen.In einem vor allem durch den Einführung des Euro wettbewerbsintensiveren Umfeld werde sich die Landesbank aufgrund ihrer guten Positionierung in wachstumsstarken Geschäftsfeldern weiter stärken können, gab sich Neuber zuversichtlich.

Die Bank sei für einen erweiterten Währungsraum gut gerüstet.Sie habe ihr Angebot an zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern erweitert und damit die Basis für künftig wachsende Erträge gelegt.Dieser betriebswirtschaftliche Erfolg werde die Zukunft sichern.Das gelte sowohl für die Aufgaben als Geschäftsbank als auch für die Umsetzung des öffentlichen Auftrags, betonte der Landesbankchef.

In einem von Finanzkrisen geprägten Jahr 1998 sei trotz dieser Belastungen das Ergebnis im WestLB-Konzern weiter verbessert worden, hob der Vorstandschef hervor.Mit dem Anstieg des Konzernbetriebsergebnis einschließlich Risikovorsorge und Bewertungsergebnis um 4,9 Prozent auf 1,32 Mrd.DM sei man insgesamt zufrieden.Überdurchschnittlich sei der Provisionsüberschuß gestiegen, obgleich die Thomas-Cook-Gruppe 1998 nicht mehr in den Konzernüberschuß einbezogen wurde.Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis sei durch erhebliche Zuführungen infolge der Finanzmarktturbulenzen in Rußland und Asien belastet.Daß sich diese Position dennoch verbessert habe, sei auf die höheren Erträge aus den Tourismus-Beteiligungen zurückzuführen.Im Kreditbereich wurde der Vorsorgebedarf mit rund einer Mrd.DM angegeben und betraf überwiegend das Rußland-Engagement, bei dem 1,6 Mrd.DM nicht gesichert waren.Dennoch wolle man sich nicht aus den Emerging-Markets zurückziehen sondern dieses Geschäft künftig stärker bonitätsorientiert ausrichten..

Durch Sondereinflüsse sei der Jahresüberschuß vor Steuern deutlich stärker gestiegen als das Betriebsergebnis.Trotz der um 48 Prozent auf 743 Mill.DM gestiegenen Ertragssteuern legte der Konzernüberschuß um 8,3 Prozent auf 809 Mill.DM zu.Über ein Engagement bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) war von Neuber wenig Konkretes zu erfahren.Die WestLB hofft, daß die von ihr mitinitiierte Wertpapierservicebank zu einem zentralen Institut für die gesamte Sparkassenorganisation wird.

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