Wirtschaft : WestLB heißt künftig Portigon Zerschlagung der Bank kostet 3200 Arbeitsplätze

Düsseldorf - Die nach der Zerschlagung der WestLB übrig bleibende Rest-Landesbank soll unter dem Namen „Portigon Financial Services“ um Kunden werben. Die Gesellschaft solle künftig komplexe Wertpapier- und Derivate-Portfolios für Kunden aus der Finanzindustrie betreuen, sagte WestLB-Chef Dietrich Voigtländer am Mittwoch in Düsseldorf. Unterstützt wird die WestLB vom US- Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP), der vor allem für IT-Infrastruktur zuständig sein wird. Voigtländer zufolge steht der Name Portigon für einen Ort der Sicherheit.

Die WestLB wird Mitte 2012 zerschlagen. Übrig bleiben die WestLB-Verbundbank, die an die Helaba angedockt werden soll, sowie die Bad Bank Erste Abwicklungsanstalt (EAA) und Portigon. Portigon ist der Rechtsnachfolger der WestLB und wird dem Land Nordrhein-Westfalen gehören. Erste Kunden von Portigon werden die EAA und die Verbundbank sein. Zudem will sich Portigon aber auch um neue Kunden bemühen. Mittelfristig sei es das Ziel, Portigon zu privatisieren. Ein Verkauf an HP sei denkbar, sagte Voigtländer.

Mit der Zerschlagung der WestLB beginnt ein umfassender Stellenabbau bei der einst größten deutschen Landesbank. Innerhalb von fünf Jahren soll die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze von knapp 4200 auf etwa 1000 reduziert werden. Nach einem Stufenplan soll die Zahl der Vollzeitstellen bereits in diesem Jahr um 1500 auf gut 2700 sinken.

Der Düsseldorfer Bankkonzern schloss sein letztes volles Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust nach Steuern von 48 Millionen Euro ab. Dabei schlugen Aufwendungen für den Bankumbau in Höhe von 440 Millionen Euro und Belastungen aus den Griechenlandanleihen der Tochter Westimmo mit 244 Millionen Euro zu Buche. dpa/rtr

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