Wirtschaft : WestLB meistert Asien-Krise

Trotz erheblicher Belastungen Überschuß gesteigert DÜSSELDORF (dpa).Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale (WestLB), Düsseldorf, hat das Geschäftsjahr 1997 trotz erheblicher Belastungen aus der Asienkrise mit glänzenden Ergebnissen abgeschlossen.Vor Steuern sei der Jahresüberschuß um 7,5 Prozent auf 1,1 Mrd.DM gestiegen, teilte der Bankkonzern am Mittwoch in Düsseldorf mit.WestLB-Chef Friedel Neuber wertete die Zahlen als einen Ausweis der Stärkung der Ertragskraft des Unternehmens."Mit dem zufriedenstellenden Ergebnis reiht sich das Geschäftsjahr 1997 in die kontinuierlich verbesserten Abschlüsse der vergangenen Jahre ein", sagte er weiter.Für Asien-Engagements allein habe die WestLB im vergangenen Jahr annähernd 600 Mill.DM als Risikovorsorge berücksichtigt.Insgesamt war es ein Betrag von 783 Mill.DM.Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn Prozent auf 1,9 Mrd.DM.Kräftig zugelegt hat die WestLB bei der Bilanzsumme: Sie stieg unter anderem bedingt durch die erstmalige Konsolidierung der Hamburgischen Landesbank um 29 Prozent auf 600,7 Mrd.DM.Hinter der Deutschen Bank, Bayerischen Vereinsbank/Bayerische Hypo und Dresdener Bank ist die WestLB nach wie vor die Nummer vier im deutschen Kreditgewerbe.Zur verbesserten Ertragslage des Düsseldorfer Bankriesen trugen den Angaben zufolge alle Ergebniskomponenten bei: So habe das Institut bei den Zinsüberschüssen (plus elf Prozent) von den anhaltend günstigen Geld- und Kapitalmarktsätzen profitiert, hieß es weiter.Der Provisionsüberschuß kletterte aufgrund der hohen Umsätze an den Wertpapiermärkten (plus 15 Prozent) und das Handelsergebnis wegen der Kursergebnisse bei Aktien (plus zehn Prozent).Im vierten Quartal war es allerdings durch die Südostasienkrise stark belastet.Vorstandschef Neuber zeigte sich zuversichtlich, daß die WestLB im laufenden Jahr an den Ergebnissen aus 1997 anknüpfen könne.Die Basis hierfür sei mit umfangreichen Investitionen gelegt, erklärte er.Die WestLB beschäftigte am Ende Dezember rund 10 100 Mitarbeiter.

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